Türchen der Veränderung

“Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen” – soweit ich weiß, ein Zitat aus dem Film “Fight Club”. Ihr dürft mich dazu gerne korrigieren.

Warum nutzen wir nicht dieses Zitat und formen unsere Einstellung zum Leben neu?

Vor ein paar Tagen besuchte mich eine junge Frau, die ihr Kommunionkleid in den Laden brachte. Es war kein Geschenk an mich und sie wollte es auch nicht verkaufen.
Nein, sie möchte es verschenken und zwar an jemanden, der sich solch ein Kleid selbst für wenig Geld einfach nicht leisten kann. Sie möchte jemandem einfach eine Freude bereiten.
Alleine das Wissen darum, dass irgendwo, irgendwann, an einem besonderen Tag, ein Mädchen dieses Kleid trägt und glücklich sein wird, kann mit keinem Geld der Welt aufgewogen werden.

Dieses war nur ein Beispiel von vielen Momenten, die mir immer häufiger begegnen. Eine Veränderung ist spürbar. Etwas, was mir oft Tränen in die Augen treibt.
Warum? Weil ich mich einfach darüber freue und dabei geht es bei Weitem nicht nur um dieses Kleid.

Wir sind oft im Rad des Konsums gefangen, dass wir den Blick auf das Wesentliche verlieren. Medien suggerieren uns Reichtum, Macht, Gesundheit und Ansehen – natürlich ist diese Scheinwelt käuflich erwerbbar. Wie oft zeigen wir auch mit dem Finger auf andere, hetzen, lästern, weil uns dieses nicht passt oder jenes, weil der Neid uns schmerzt oder weil wir uns mit unserem scheinbar besseren Charakter über sie stellen. Wie oft maßen wir uns Meinungen über andere an?
Doch, ist es das, was uns ausmacht und was wir hinterlassen wollen? Nein, ganz sicher nicht.

Das, was uns ausmacht, kostet nicht einen Cent. Wir bringen es alle von Geburt an mit.
Ein Lächeln, eine freundliche Geste, eine Umarmung und einfach mal Zeit, um dem anderen zuzuhören oder ihm zu helfen.
Das ist das, was in Erinnerung bleiben wird. Es wird nicht das neue Auto sein, nicht die Jacke mit dem Fellkragen, die ohnehin jeder trägt. Es wird nicht die ultramoderne Kaffeemaschine sein oder die blinkende Uhr am Handgelenk.

Wir selbst werden es sein, wir und unsere Menschlichkeit.

Geht mit offenen Augen durch die Welt. Richtet den Blick auf das, was wichtig ist und lernt ein altes Geheimnis neu kennen.
Welches?
Ich verrate es Euch.

“Das Geheimnis von Leben ist Geben.”, starke Worte von Winston Churchill, zumindest, soweit ich weiß und sie beinhalten so vieles, wenn man sie nur richtig zu deuten weiß.
Darum formen wir unser eigenes Zitat,
“Schenken wir uns gegenseitig das, was wir haben.” Was es sein wird, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen wundervollen Tag des Nikolaus.

Eure Nina, so…und so

Veröffentlicht in: Blog